Alex` clean eating-A-B-C – von A wie Apfel bis Z wie Zucchini

Jede Woche eine neue Reise ins Cell-Food – Exklusiv für „Dialog Exclusive“ und www.iss-sinnvoll.de 

T wie Topinambur – 

Geschmacklich ein Mix aus Spargel und Artischocke (daher auch einer ihrer Bei-Namen „Erd-Artischocke“) – dabei knackig wie Kohlrabi – DAS ist die Topinambur, eine Knolle, die ganz zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

Ursprünglich stammt sie aus Mittel- und Nordamerika und gehört zu den Korbblütlern – genauer gesagt zur Gattung der Sonnenblume. Im 16. Jh. kam sie nach Europa und galt hier als stärkendes und wichtiges Lebensmittel. Im 19. Jh. wurde sie von der besser lagerfähigeren Kartoffel vertrieben. Doch nun entdeckt man die Topinambur langsam wieder – vor allem in Gourmet-Restaurants sowie in Bio-Läden.

Was steckt alles drin: Viel Vitamin B1 (Kohlenhydrat- und Protein-Stoffwechsel), Vitamin K (Blutgerinnung, Knochen- und Herz-Gesundheit), Kalium (Nerv-Reiz-Weiterleitung), Kupfer (Bildung rote Blutkörperchen) und vor allem sehr viel EISEN (wichtig für den Sauerstofftransport im Blut).

Doch das ist noch nicht alles: die Topinambur hat noch einen genialen Trumpf im Ärmel: das INULIN – ein Präbiotikum. Präbiotika ist die Nahrung für unsere guten Darmbazillen. Da unsere Gesundheit zum Großteil von einer gesunden Darmflora abhängig ist, ist Inulin ein sehr wertvoller Beitrag hierzu. Inulin gehört zu den sogenannten löslichen Ballaststoffen, die vom Dünndarm nicht aufgespalten werden und unverändert im Dickdarm landen, um dort unsere guten Darmbakterien zu nähren.

Inulin erhöht das Stuhlvolumen und die Stuhl-Häufigkeit, so dass einer ggf. vorhandenen Darmträgheit entgegengewirkt werden kann.

Außerdem enthält die Topinambur sog. „Polyphenole“ – also sekundäre Pflanzenstoffe, die sehr stark als Antioxidantien wirken. Die enthaltene „Salicylsäure“ (ja – auch in Aspirin vertreten) wirkt antimikrobiell und entzündungshemmend.

Da die Topinambur kaum Einfluss auf den Insulin-Spiegel hat, wird sie auch gerne in der Diabetes-Ernährung verwendet. Zusätzlich können durch die präbiotische Wirkung Entzündungen entgegen gewirkt und die Bauspeicheldrüse sowie Leber entlastet werden.

Fazit: die Topinambur ist eine Gourmet-Knolle voller Gesundheits-Vorteile, die öfter auf unseren Tellern landen sollte – idealerweise roh – z.B. kleingeschnitten im Salat oder in Scheiben geschnitten und mit (rohköstlichen) Dipps bestrichen.

Crossover: die Topinambur ist nicht nur köstlich und gesund – sondern verschönert auch jeden Garten mit ihrem leuchtend gelben, Sonnenblumen-ähnlichen Antlitz. Ihr Anbau ist sehr einfach: im April / Mai die Knolle einige cm tief in die Erde einpflanzen – und ab Ende September ernten. Es bilden sich ähnlich wie bei der Kartoffel viele weitere Knollen, die sich grenzenlos ausbreiten können.

Nächste Woche geht es weiter mit U – wie…

UND: Extra-Rubrik – was kann eigentlich alles das wunderbare Kokosöl? -> Heute geht’s um Kokosflocken – mixt man sie im Food-Prozessor mit einigen entkernten Medjool-Datteln, kann man hieraus wunderbare „Energie-Bällchen“ formen und von den tollen Gesundheitsvorteilen der Kokosnuss auch unterwegs profitieren – in DEM Fall gemeinsam mit den tollen Gesundheitsvorteilen der Dattel – ich verwende immer das Kokosöl von Dr. Goerg.

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