weißer Haushalts-Zucker - und seine SINNVOLLEN Alternativen...

Alex Skirde 11. Aug 2016

Was ist eigentlich so schlecht am Haushaltszucker? Hier ein paar Fakten: weißer Haushalts-Zucker setzt sich zusammen aus einem Glucose-Molekül und einem Fruktose-Molekül. Nachteile des Haushalts-Zuckers:

  1. belastet die Bauchspeicheldrüse
  2. füttert Kariesbakterien
  3. liefert KEINE Mikronährstoffe
  4. schwächt das Immunsystem - die Infektionsanfälligkeit steigt
  5. Außerdem: Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Pilzbefall, Menstruationsbeschwerden, Magen- und Darmprobleme, unerklärliche Müdigkeit,...
  6. UND: Zucker macht süchtig

Welche Alternativen kann es geben?

Agavendicksaft wäre hier eine sehr schlechte Wahl aufgrund des hohen isolierten Fruktose-Anteils von bis zu 80 % mehr als Haushalts-Zucker. Folge:

  1. Unterdrückung der Leptin-Ausschüttung (Sättigungs-Hormon) - daher gilt isolierte Fruktose als Appetitanreger und wird allein schon deshalb sehr gerne in der Lebensmittelindustrie verwendet
  2. Fruktose reagiert schnell mit Proteinen und muss daher schnellstens über die Leber verstoffwechselt werden -> hierbei entsteht z.B. Harnsäure als "Abfall-Produkt" - Folge: z.B. schlechte Blutfettwerte, metabolisches Syndrom, Gelenkbeschwerden wie z.B. Gicht, Leberzirrhose
  3. Fazit: da die Leber schnellstens die Fruktose des Agavendicksafts verstoffwechseln muss, kann Agavendicksaft genauso schädlich sein wie Alkohol - und NOCH schädlicher als Haushalts-Zucker!

SINNVOLLE Alternativen:

  1. Datteln - sie enthalten je 50 % Glucose und Fruktose in freier Form - unbedingt auf Naturbelassenheit achten (Bio oder z.B. im türkischen Supermarkt KEINE Glänzenden wählen - diese sind zusätzlich mit einer Zucker-Lösung bestrichen) - aus Datteln kann man einen rohköstlichen Sirup herstellen bzw. nicht-rohköstlich einkochen - oder man verwendet die Datteln gehackt als süße Paste etc... Die Süße ist neutral.
  2. getrocknete Feigen - siehe Datteln - die Süße ist allerdings nicht ganz so neutral
  3. Ahornsirup - ebenfalls ein 1:1 Verhältnis aus Glucose und Fructose - mit leicht karamelligen Süßgeschmack
  4. Zuckeraustauschstoffe Xylitol bzw. Erythritol (z.B. Sugo) - sehen aus wie Zucker - schmecken wie Zucker - Süßkraft beträgt ca. 70 % im Vergleich zu weißem Haushaltszucker - pflegt die Mundflora und ist somit ein wunderbarer Karies-Schutz - Xylitol kann jedoch bei vermehrtem Konsum zu Durchfall führen, Erythritol aufgrund seiner etwas anderen Molekularstruktur dagegen nicht - Xylitol hat ca. 40 % weniger Kalorien als Haushalts-Zucker, Erythritol hat NULL Kalorien - beide sind Insulinneutral und somit für Diabetiker bestens geeignet
  5. Kokosblütenzucker - karamellige Süße - ebenfalls Insulinneutral und bestens für Diabetiker geeignet
  6. Honig - hat ebenfalls das 1:1 Fruktose / Glucose Verhältnis und ist reich an Enzymen - sollte daher niemals erhitzt werden, da die Enzyme sonst verloren gehen - Honig wirkt antikariös, vor allem Manuka-Honig - außerdem antibakteriell und antiviral.

Fazit: es gibt ein regelrechtes SÜSSES Paradies - weißer Haushalts-Zucker sowie die bekannte, aber schlechte Alternative Agavendicksaft sind nicht wirklich von Nöten. 

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